Schleswig-Holstein2
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Ein Gruss


Sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren,

  aus Altersgründen möchte ich mich mit diesem Brief von meinen Lesern und den Freunden meiner Zeichnungen verabschieden. Wenn hier oder dort jemand diesen Brief nicht persönlich erhalten sollte, dann bitte ich um Entschuldigung; im Laufe der Zeit ist leider auch mancher Name untergegangen.
  Gefragt, warum man nun schon einige Zeit nichts mehr von mir gehört habe, läßt sich nur sagen, daß ich mich nicht allein mit meinen eigenen Arbeiten befassen konnte. Daneben mußte ich auch Themen und Produktionen anderer Autoren bearbeiten 1). Das ergab sich leider aus der bekannten Tatsache, daß die Zeitungsleute (S.H.Landeszeitung) und Konsorten in Rendsburg etc. keine Ruhe ließen. Daß sie ihre unmotivierte, kriminell verlogene Schmutzkampagne, gegen mich persönlich und gegen meine Arbeiten, nun schon seit nahezu vierzig Jahren fortsetzen, kommunal-, landes- und bundesweit, bis zum Exzeß. Das hat natürlich meine Arbeit und den Vertrieb meiner Arbeiten erheblich gestört. Ein Ende der Schmutzereien ist immer noch nicht abzusehen; die Zöglinge dieser Schmierer haben anscheinend auch nichts Besseres gelernt. Also hat meine Veröffentlichung HEIMAT, ARME HEIMAT bleibende Gültigkeit 2).
 
  Meine Buch- und Zeichenarbeiten dienen u.a. unserer facettenreichen, reizvoll schönen und geschichtsträchtigen Heimat. Es waren jedoch die ehrvergessenen Zeitungsleute, die das Bild unserer Heimat stets absichtsvoll täuschend geschönt und im übrigen sträflich vernachlässigt haben, auch schon vor unserer Zeit. Daher hat unser Heimatbild viele Luecken. Daß ich ein paar davon mit meinen Werken ausfüllen bzw. berichtigen konnte, freut mich sehr. Bedauerlich jedoch, daß es wegen der aufgezwungenen Umstände mehr nicht sein konnten. Solcherart ist so manche Lücke inzwischen leider auch irreparabel geworden.

  In den relevanten Registern bezeichnet man mich „deutscher Schriftsteller“.
  Neben einigen anderen Werken von spezieller Bedeutung habe ich über- wiegend Novitäten geschrieben, zu Heimat und in Heimatgeschichte(n). Diese Werke sind bei den Lesern „angekommen“. Man findet sie natürlich in der Deutschen Bibliothek, aber auch in dem Deutschen Museum, dazu in vielen
deutschen und ausländichen Staats- und Universitätsbibliotheken, sowie in anderen öffentlichen, zumeist heimatkundlichen und kommunalen Büchereien.


  Meine vorwiegend dokumentierenden Zeichnungen 3) sind zum großen Teil Buchillustrationen und Serienarbeiten zu heimatlichen Themen. Die Bilder sind zu sehen natürlich in meinen Büchern, in öffentlichen Dauerausstellungen, in gelegentlichen Ausstellungen und verbreitet in privatem Besitz.

  Ohne Freundes Hilfe wäre meine Heimatarbeit nicht möglich gewesen.
  Ich danke meinen Freunden, die sich von den „Usher Rudd’s“ 4) nicht erpressen ließen, die stets mutig zu mir gehalten haben. Ich danke allen Helfern, die mir Mut gemacht, meine Fragen beantwortet, mir zugetragen, mir ihre Archive geöffnet bzw. Materialien überlassen haben.
  Ihnen allen wünsche ich für die Zukunft alles Gute. Und alles Gute unserer Heimat.

 Mit freundlichem Gruß
 Ihr Gerd Quedenbaum.
 

1)    z.B. zuletzt:

Kirchengeschichte:

Heimatbuch:

Die Rückkehr der Benediktiner in das Erzbistum Köln…
Jens Nürnberger, Aachen 2013

Plattdütsche Geschichten un Gedichte…
F. W. Gohde/Erwin Jacobsen, Husum 2014

2)    HEIMAT, ARME HEIMAT…, eine kurze Zusammenfassung ist hier als Anhang beigefügt.

Den ungekürzten Text finden Sie als PDF im Internet
unter www.eider-verlag.de

3)    ZEICHNUNGEN, siehe z.B. auch im Internet unter www.gerd-quedenbaum.de

4)    USHER RUDD, siehe bei Dick Francis in RIVALEN, Deutsche Ausgabe Diogenes Zürich 1999

*

Anhang zu dem Brief von Gerd Quedenbaum an seine Leser
Eine kurze, erklärende Inhaltsangabe zu dem Buchtitel

HEIMAT, ARME HEIMAT
 

Schon in dem Vorsatz zu dem Buch läßt der Verfasser erkennen, hier erwartet den Leser eine nicht alltägliche Lektüre (Zitat)
                 „Diesen Bericht habe ich geschrieben,
                  stellvertretend für die durch Befangenheit
                  verhinderte Presse,
                  unter Inanspruchnahme
                  presserechtlicher Freiheiten,
                  in Wahrnehmung berechtigter,
                  zugleich ziviler und
                  öffentlicher Interessen.“

Tatsächlich enthält das Buch (124 S., DIN-A 5, lumb.) einen chronologisch und sachlich geordneten Bericht des Verfassers, aus der Sicht des Opfers:

  Sieben Jahre Abenteuer in Neid, Haß und Verfolgung – und ein Ende ist immer noch nicht abzusehen. Vielleicht wäre dieser unwürdige Krieg vermeidbar gewesen, wenn mir vorher jemand gesagt hätte, was es an Nerven, Behauptungswillen und Widerstandskraft kosten würde, in Schleswig-Holstein ein Heimatbuch (hier sind das Kindheitserinnerungen) herauszugeben. Solche Vorstellungen aber hätte ich wohl zurückgewiesen, hätte sie nicht glauben, hätte nicht wahrhaben wollen,
          

daß ein paar sich harmlos gebende Zeitungsleute den Markt des heimatlichen Schaffens für sich beanspruchen, allein - ohne ihn jemals überhaupt ausfüllen zu können;
daß sie diesen abstrusen Anspruch mit der ganzen Macht und dem Einfluß ihres Zeitungsmonopols          durchzusetzen suchen;
daß sie die gleiche Kraft aufbieten würden, um -welche Abart- einen Mann allein buchstäblich fertig zu machen;
daß ganze Branchenbereiche, dazu Vereins- und Verbandsvorstände von Heimat und Gesellschaft, über      Wirtschaft, Politik und Justiz, dem Einfluß dieser (solcher) Leute nachgeben und sich zu deren Hand        -langern machen könnten;
daß sonst so wortgewaltige Repräsentanten unserer Gesellschaft alle großen Töne vergessen würden,       ähnlich den berühmten drei Affen, „nichts sehen, nichts hören, nichts sagen“.

Gewiß, den „Wolf im Schafspelz“ hat es schon immer gegeben, aber so etwas in unserer Zeit und dazu noch in meiner Heimat ? -
Ich selbst habe nachdrücklich zur Kenntnis nehmen müssen, daß in Schleswig-Holstein allein schon ein paar Zeitungsleute in der Lage sind, tatsächlich alle Ideale, Prinzipien und Rechtsordnungen zu einem Nichts werden zu lassen, wenn es ihnen gerade mal so in den Kram paßt. Arme Heimat ! -

Der Bericht ist belegt:
  Schon um das unterschiedliche Größenverhältnis zwischen den Parteien deutlich zu machen, bezeichnet der Berichterstatter seine „Betriebsgröße“ als „das Blumenbeet eines Kleingärtners“ im Verhältnis zu der „Feldwirtschaft eines Großbauern“. Es geht dabei also nicht ernsthaft um einen Konkurrenzkampf, nicht um Wettbewerb am Markt. Das Ziel der ungehemmten Angreifer ist die lustvolle, sachlich jedoch unmotivierte Befriedigung an der existenziellen Vernichtung eines anderen Menschen mit seiner Familie.
  Die Parteien sind sich niemals persönlich begegnet. Während das Opfer dem Treiben der Angreifer ohne jede Hilfe gegenüber steht, mobilisieren diese ein ganzes Heer von angestellten Mitstreitern, genötigten, erpreßten oder sonst für ihr Wohl-verhalten entschädigten Helfern. Diese seltsamen Aggressoren haben aber auch nicht minder seltsame, dafür allerdings etwas wenig beschlagene Ratgeber, wie sich heraus gestellt hat. Die haben in der breiten Öffentlichkeit nur Unheil angerichtet, haben beiden Parteien schwer geschadet und im positiven Sinne per Saldo überhaupt nichts erreicht. 
  Die Schleswig-Holsteinische Landeszeitung, ein schwarz orientiertes Provinzblatt, wird betrieben von einer mehrere Generationen alten Verlegerfamilie. Schon am Ende ihrer Zeit, zeigt sie hier noch einmal ihren monopolgestützten Einfluß, nicht nur im lokalen Bereich, sondern im Land und auch im Bund. Diesen Einfluß erstreiten sich die Zeitungsleute mit verlogenen Geschichten à la „Usher Rudd“, mit Erpressung und noch anderen kriminellen Handlungen.
  Auf – zum heimtückischen Kampf gegen das allein stehende Opfer.  
  Die Heimatvereine und andere Organisationen werden mit der Androhung des presseüblichen „Liebesentzuges“ gefügig gemacht: Ohne Presse und ohne Werbung keine Öffentlichkeit – und gerade darauf ist man doch angewiesen. Auch das Opfer ist auf Insertions- und Beilagenwerbung angewiesen, aber dem hatte man bereits vorher per Weisung an die Mitarbeiter einen Riegel vorgeschoben. Mißbrauch des marktbeherrschenden Monopols. Das Pressehaus fährt zweigleisig gegen das Opfer, wobei die Linke nicht wissen darf, was die Rechte treibt. Buchhändler werden nicht mehr beliefert, wenn sie sich nicht fügen: Bedrohung der Existenz. Nun machen sich deren Fachverbände stark, mit lächerlicher Anschuldigung gegen das Opfer. Sie scheitern – natürlich. An anderer Stelle werden wilde Gerüchte in die Welt gesetzt, zum Zwecke der Diffamierung, der Diskriminierung und Diskreditierung des Opfers. Mobbing heißt das Zauberwort. Und niemand fragt, ob es denn richtig ist, was die Schmierer da verbreiten. Das Opfer wird ausgegrenzt, wortlos – man hat Erfolg. Die ganze sogenannte „gute Gesellschaft“ schließt sich an, alle – von der Wohlfahrt über die Logen und Wirtschaftsverbände, über die Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein bis in das Landesparlament und die Landesregierung. Der Bürgermeister ist ein aktiver Helfer. Landrat und Minister-präsident machen die Spitze des Klüngels. Und auch die Behörden machen mit, vom Rathaus über das Kreishaus bis in die staatliche Administration. Und weil wir doch in einem „Rechtsstaat“ leben, sind letztlich auch Rechtsprechung und Justiz beteiligt. Das Opfer hat Veröffentlichung angekündigt für den Fall, daß die Schmutzereien nicht aufhören. Jeder „Mitwirkende“ bekam Mitteilung über den ihn betreffenden Teil der vorgesehenen Veröffentlichung, mit der Bitte ggfs. um Widerspruch. Niemand hat widersprochen und somit haben alle das Vorhaben und den Inhalt akzeptiert. Nun aber, auf Betreiben der peinlich betroffenen Schmierer, soll die Veröffentlichung verboten werden. Anwaltliche Kumpanei und richterliche Rechts-beugung aller Orten (AG, LG und OLG) Zwangsmaßnahmen gegen das Opfer; Verbote und einstweiligen Verfügungen in Serie, Versuche zur Zwangsvollstreckung und Hausdurchsuchungen, schließlich (drei Tage) Erzwingungshaft auf Herausgabe des Manuskripts. Die Rechtsprechung erweist sich als käuflich, hat aber in der Sache keinen Erfolg. Das Opfer wehrt sich, verweigert den „Rechtsgehorsam“, verweist auf die Fehlhandlungen der Richter und behauptet seine Grundrechte. Das geschieht mehr noch dort, wo sich zu guter Letzt denn auch noch ein paar dubiose Oberrichter in dem Schmutz des Pressehauses suhlen. Man beachte: Einer dieser Richter ist sogar Senatsvorsitzender und Gerichtspräsident - und nur wenig später ist er auch noch Hauptredner auf dem Deutschen Richtertag in Berlin -.

  Das üble Treiben dauert an, inzwischen schon seit nahe vierzig Jahren.
  Man hat zwar einen kleinen „Status quo“ erreicht - gewissermaßen, aber damit ist die Sache noch nicht ausgestanden. Selbstverständlich wehrt sich das Opfer - immer noch. Das fragwürdige Pressehaus jedoch, in Rendsburg wie in Flensburg, dessen Mitarbeiter und die in der weiteren Gesellschaft beteiligten Zeitgenossen aller Ebenen, niemand besaß bisher so viel Anstand, sich selbst oder seine Gruppe für das abwegige Verhalten zu entschuldigen, Verlogenes zurück zu nehmen, Zerstörtes und Verdorbenes zu ersetzen. –
 

Heimat, arme Heimat !
 


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